| Der Gesundheits-Tipp zum Thema "Der Nacken - gesund und schmerzfrei" |
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Die 5 Schritte zur Lösung von Nackenproblemen in der Neuen Nackenschule von Dr. Petra Mommert-Jauch
Unser hier beschriebenes Konzept zur Selbstbehandlung von Nacken- und Halswirbelsäulenproblemen basiert auf langer Erfahrung mit Nacken- und Halswirbelsäulen-Patienten und kann in fünf aufeinander aufbauenden Phasen dargestellt werden.
Auf unserer Homepage werden wir Ihnen aus diesen 5 Phasen immer wieder kleine Tipps geben, die Ihnen den Umgang mit Nackenbeschwerden erleichtern oder dazu beitragen, schmerzfrei zu werden.
Wenn Sie unsere Erkenntnisse gerne an Ihre Patienten weitergeben möchten, können Sie bei uns auch eine zertifizierte Ausbildung zum Nackenschullehrer belegen.
Direkt betroffene Patienten oder auch für Alle, die keine Nackenprobleme bekommen möchten, bieten wir Nackenschul-Kurse an , in denen über 8 Wochen lang das Thema intensiv behandelt wird und entsprechende vorbeugende und schmerzlindernde Übungen erlernt werden.
1. Die Informationsphase
Sie bekommen von uns zuerst Informationen über Zusammenhänge und Ursachen von Nackenproblemen. Das hilft Ihnen zu verstehen, warum Sie ganz bestimmte – vielleicht ungewöhnliche – Übungen machen sollten. Diese Infos helfen Ihnen auch dabei, bestimmte „Nackenfallen“ zu entdecken und sensibler für alltägliche Belastungen zu werden.
2. Die Mentalphase
In dieser Phase geht es um zwei Dinge:
a) Sie sind weiterhin in der Ursachenfindung und diesmal bezüglich psychischer Belastungen. Stress und Anspannung im Alltag müssen aufgespürt und möglicherweise geprüft werden: Gibt es bei mir einen Zusammenhang von vermehrtem Schmerz bei vermehrter nervlicher Belastung?
b) Nackenarbeit ist auch immer Kopfarbeit. Um den Kopf frei zu bekommen, damit Sie sich auf bestimmte Körpervorgänge besser konzentrieren können, bedarf es bestimmter Entspannungsstrategien. Diese lernen Sie hier.
3. Die Sensibilitäts- und Programmierphase
Um frühzeitiger Fehl- und Überbelastungen erkennen zu können, schulen wir die Sensorik und das Körpergefühl. Unfunktionelle Bewegungsmuster, die zu Fehlbelastungen und Verspannungen führen, werden ersetzt und umprogrammiert. Das Nervensystem leistet Schwerstarbeit.
4. Die Automatisationsphase
Um sich in der neuen „Programmiersprache“ sicherer zu werden, wenden wir jetzt die neuen Bewegungsmuster in allen möglichen Alltagstätigkeiten an. In Beruf und Freizeit praktizieren wir live, was wir bis jetzt gelernt haben. Der Alltag wird zum Trainingslager par excellence.
5. Die Trainingsphase
Haben Sie die richtigen Bewegungsabläufe gespeichert, können wir diese jetzt im Mobilisations-, Dehn- und Kräftigungstraining anwenden. Die Beweglichkeit soll erhöht, die Kräftigung der richtigen Muskelgruppen eingeleitet und so die Gelenk- und Muskelbelastung (der verspannten Muskeln) verringert werden.
Der Spannungstest
Wir beginnen bei unseren Nackenschul-Tipps mit einer Körperwahrnehmungsübung, um später neue „Muskel-Programmierungen“ vorzunehmen. Gleichzeitig können sie mit dieser Übung die Muskelspannung herabsetzen. Erkennen können Sie das daran, dass sich Ihre Auflageflächen am Boden vergrößern bzw. Hohlräume abflachen (z.B. im Nackenbereich) oder örtlich verändern (z.B. im Bereich des Kopfes). Desto größer und flächiger Ihre Auflageflächen und desto kleiner und flacher Ihre Hohlräume, umso entspannter liegen Sie auf. Der Boden ist der beste Lehrmeister! Er sagt Ihnen immer objektiv wie Ihr muskuläres Befinden ist.
Jetzt geht’s los!
Legen Sie sich ausgestreckt und flach auf Ihren Rücken. Am besten auf Ihren Teppich oder eine Iso-Matte. Die Fragen, die wir Ihnen jetzt stellen, können Sie sich entweder merken und Sie sich selbst stellen oder Sie können sie sich auch vorlesen lassen. Geben Sie sich die Antworten aufgrund Ihrer eigenen Wahrnehmung selbst und merken Sie sich Ihre Antworten. Später nach verschiedenen anderen Übungen können Sie immer wieder diesen Test machen, um festzustellen, ob sich Ihre Auflageflächen und damit Ihr muskulärer Spannungszustand geändert hat.
1. Die Schultern und Arme
- Wie liegen Ihre Schulterblätter auf: flach, geschmeidig, eckig, starr?
- Nehmen beide Schulterblätter gleichviel Kontakt mit dem Boden auf?
- Gibt es eine Schulter bei Ihnen, die Sie besonders gern für das Tragen von Lasten benützen? Ob beim Einkaufen oder auch nur beim Tragen einer Handtasche?
Experten-Tipp: Probieren Sie die nächsten Tage aus, mal auf der anderen Seite zu tragen. Stellen Sie fest, ob Ihnen das gelingt und behagt. Wenn nicht, warum nicht? Ist es die reine Gewohnheit? Dann bleiben Sie dran und üben Sie sich! Treten dagegen Schmerzen auf, dann lassen Sie das bitte therapeutisch abklären.
2. Der Nacken
- Wie viel Hohlraum spüren Sie im Nackenbereich zum Boden hin? Einen Tischtennisballgroßen oder nur Murmelgroßen Hohlraum?
- Sind Sie „halsstarrig“?
- oder überlastet?
3. Der Kopf
- Wo liegt er auf dem Boden auf? Gegenüber der Stirn, der Nase oder dem Kinn?
- Wohin geht Ihr Blick: Schauen Sie eher gern wenige Meter vor sich nach unten oder eher weit nach vorne zum Horizont?



